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Picasso´s Krankheit ...
Wir haben uns lange überlegt, eigentlich schon seit es diese Webside gibt,
wie wir zu seiner Krankheit stehen und ob wir diese hier beschreiben. Wir sind
nun am 16.01.2007 zu dem Entschluss gekommen, ja wir beschreiben seine
Krankheit.
Da es für uns sehr schwierig war alles nachzuvollziehen, was auch nicht ganz
einfach ist, ist es auch unser Ziel, Sie und andere Betroffene zu informieren,
vor allem da die Fachbegriffe nicht immer für den Leihen zu verstehen sind.
Mit ein Grund darfür ist auch unsere Hilflosigkeit als die Krankheit am 08.12.2006
diagnostiziert wurde:
"Gliom drückt auf Auge - Conjunktivitis", obwohl wir von unserem Tierarzt
aufgeklärt worden waren, saß der Schock einfach zu tief um eigentlich zu kappieren
was das Bedeutet. Also haben wir mal nach dem wir den ersten Schock überwunden haben
im Internet gestöbert. Allerdings findet man unter der o. a. Bezeichung erst einmal
nichts. Man muss die Beriffe auseinander ziehen und findet dann:
"Als Gliom werden Tumoren bezeichnet, die von Gliazellen oder Glia-Vorläuferzellen im
Zentralnervensystem ihren Ausgang nehmen"
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Gliom
"Konjunktivitis ist der medizinische Fachausdruck für eine Entzündung der Bindehaut
(Tunica conjunctiva) des Auges. Sie kann unterschiedliche Ursachen haben."
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Konjunktivitis
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Daraufhin haben wir Kontakt mit Herrn Prof. Dr. Roberto Köstlin von der Universität München
LMU Fakultät für Tiermedizin Chirurgischen Kleintierklinik aufgenommen.
An dieser Stelle möchten wir von ganzen Herzen Herrn Köstlin für seine Hilfe und Betreuung bedanken,
welcher auch noch heute mit uns in Kontakt steht.
Kurzfristig haben wir bei Ihm am 11.12.2006 in München einen Termin bekommen, welchen wir auch sofort
wahr genommen haben. Es war ein wunderschöner Tag, der Himmel war Blau und die Sonne scheinte, eigentlich
Schade das wir so am Ende so eine traurige Nachricht erhalten werden.
Es war sonderbar, Picasso mußte zur Untersuchung in Nakose gelegt werden, was im ersten Moment sicher nicht
ungewöhnlich ist, war es um so sonderbarer, dass Picasso ohne Probleme mit einer Mitarbeiterin von der Uni
ohne zu zögern mit ist. Dazu muss man wissen, dass Picasso nie mit "Fremden" mit gegangen ist und sich noch
nie eine Spritze, ohne das sein Herrchen dabei war, hat geben lassen.
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Bevor man bei Picasso einen CT gemacht hat, wurde als erstes seine Lunge untersucht ob sich Metastasen
in der Lunge gebildet haben, sollte das der Fall sein wäre jede weitere Untersuchung unnötig.
Rechts können Sie sich das Röntgenbild von Picassos Lunge ansehen, dieses weist keine Metastasenbildung
auf weshalb man dann eine CT bei ihm machte.
Zu diesem Zeitpunkt atmenten wir auf und hatten noch Hoffnung.
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Nun kamen wir zum Ergebnis der CT Untersuchung. Leider brachten diese Bilder die traurige Wahrheit ans Licht
Picasso hat einen bösartigen Tumor, welcher vor sich hin wuchert und das Knochengewebe angreift.
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Nach der Untersuchung haben wir die Diagnose bekommen.
"V. a. Osteosarkom am Ostemporale
+ Osfrontale mit Auflösung der Knochenstruktur inoperabel, daher Verzicht auf Biopsie. "
Oder auf "Deutsch":
"V. a. Knochentumor am Schläfenbein + Stirnbein mit Auflösung der Knochenstruktor inoperabel, daher Verzicht auf Gewebeentnahme."
Man gibt Picasso noch ein bis zwei Monate bis die Krankheit soweit fortgeschritten ist und er uns verlassen muss. Für uns eine
sehr traurige Diagnos, vor allem wenn man sich überlegt, dass Picasso für sein Alter von über 10 Jahren, bis auf den Tumor,
körperlich und geistig top fit ist.
Eigentlich können wir nicht traurig sein, wenn man überlegt, dass Hunde in seiner größe eine durchschnittliche Lebenserwartung
von ca. 8 - 10 Jahren haben, da können wir uns für unser "Urgestein" freunen, dass er sogar über diese 10 Jahre gekommen ist.
Seit dem 08.12.2006 führe ich so eine Art Tagebuch wo ich jeden Tag ganz kurz protokolliere ob sich etwas verändert. Man merkt
das Picasso heute 16.01.2007 mehr schläft als vor 1 1/2 Monaten. Aber er frißt, säuft, geht Gassi und Spielt. Sobald wir merken
das er nicht mehr will, kann oder sich verändert werden wir ihn von seinem "Leiden" erlösen müssen.
Darüberhinaus sind wir ca. alle 14 Tage bei seinem Tierarzt.
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Wir genießen jeden Tag mit ihm und er wird immer in unseren Herzen sein. Picasso versteht uns schon bevor wir mit
ihm reden. Eine Art Telepatie. Aus diesem Grund haben wir auch angefangen uns näher mit dem Thema zu beschäftigen
und es ist wahr, Tierkommunikation ist möglich. Wir können ihm unsere Wünsche mitteilen ohne auch nur ein Wort zu
sagen und er reagiert. Leider haben wir Menschen in unserem Altag diese Fähigkeit, eigentlich ein Instinkt, verlernt aber können es mit viel Übung wieder erlangen.
Doch eins haben wir gelernt, und dazu zittiere ich aus dem Buch "Die Sprache der Tiere in 7 Schritten":
"Wenn wir das Verhalten der Tiere beobachten - sie essen, wenn sie
wollen, sie schlafen, wenn sie wollen, sie spielen , wenn sie wollen
und ihre Liebe ist bedingungslos -, was könnte als Vorbild besser
sein ? Wir sollten diese Verhaltensweisen für unser eigenes Leben
übernehmen. Tiere machen sich um die Vergangenheit keine Sorgen und
denken auch nicht ständig an die Zukunft. Sie sind präsent in jedem
kostbaren Augenblick."
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